AfrikaÄthiopien

Äthiopien: Meine Straße, mein Zuhause, mein Stock

Jeder kennt das Bild von Rafiki aus König der Löwen, der weise Schamane, der immer einen riesigen Holzstab mit sich herumschleppt. In Äthiopien begenet einem das auch fast immer – also nicht der Rafiki, sondern zahlreiche Äthiopier, die Holzstöcke mit sich herumtragen. Was hat es damit auf sich?

Stützen

Lange Holzstäbe sind eine gute Stütze, z.B. während der langen äthiopisch-orthodoxen Gottesdienste oder wenn man auf dem Weg zwischen zwei Dörfern (und der kann ganz schön lang sein in der knallenden Sonne) mal eine kurze Verschnaufpause braucht. Viele Äthiopier legen während langer Märsche den Stab auch auf ihre Schultern und „wickeln“ ihre Arme drumherum um selbige zu entlasten.

Nützen

Ein stabiler Holzstab ist oft unterstützend für alltägliche Arbeiten wie z.B. dem Ackerbau. Dabei kann der Stab unterschiedlich eingesetzt werden, etwa um Vieh voranzutreiben oder um Dinge zu zerschlagen.

Schützen

Früher war das Waffengesetz in Äthiopien lockerer – es war einfach, an ein Gewehr zu kommen und somit hatte auf dem Land fast jeder Äthiopier eines. Da es aber ein ausgeklügeltes Rachesystem gibt (dazu demnächst mehr), gab es dementsprechend auch viele Tote durch z.B. Dorfstreitigkeiten.

Daher wurden die Waffengesetze verschärft – und die Menschen griffen auf den guten alten Stock als Verteidgungsmittel zurück. Dieser eignet sich aber nicht nur zum Kampf gegen Menschen, sondern man kann sich mit ihm auch wunderbar vor wilden Tieren schützen.

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